Le Gôut Étranger

im Spiegel der Presse


„Feinste Kammermusik. Virtuoses Barockensemble beim Langener Musikfest „Podium“
Das vor gut zehn Jahren gegründete Barockensemble „Le Goût Étranger“ gehört zum Feinsten, was die Rhein-Main-Region zu bieten hat. Wie die virtuose Barockgeigerin Katrin Ebert in ihren musikalischen Konversationen mit Ite Sonder (Traversflöte), Roswitha Bruggaier (Gambe) und Diez Eichler (Cembalo) im schönen Konzertsaal der Petrusgemeinde an ihre Auftritte bei „La Stagione“ anknüpfte, war mitreißend. Das Quartett versetzte die zahlreich erschienenen Besucher in die Pariser Musikszene von 1730/40 - auch zum 300. Geburtstag des wenig bekannten Komponisten Louis-Gabriel Guillemain (1705-70). Er hatte die höfisch ritualisierte französische „Tanzmusik“ für die Schönheit des italienisch gesanglichen Stils geöffnet. Galante und amüsante Kostproben dazu gaben Guillemains „Sonates en Quatuor“ in F-Dur und d-moll. Mal rokokohaft beschwingt, mal in komplex fugierten Tanzsätzen, überboten sich die Solisten an Spielfreude. Das Spektrum der melodiösen Tour-de-force reichte von traumhaften Flötenläufen und atemberaubenden Griffsequenzen der Violine bis zu dunkel schattierendem Gambenstrich und federleichter Cembalobegleitung. Schwungvoll kam die Sonata I C-Dur op. 2 des italienischen Meisters Pietro Antonio Locatelli (1695-1764) daher, ein Trio für Traversflöte und Basso continuo, das sowohl durch großzügige Melodiebögen überzeugte als auch durch phantasievolle Kolorierung. Eine andere Harmonik lerne man in den Akkordfolgen des „Troisieme Concert A-Dur“ (1741) von Jean Philippe Rameau (1683-1764) kennen, eine der berühmten „Pièces de Clavecin en Concerts“. Einem Gönner war der parodiehafte Anfangssatz „La Lapoplinière“ gewidmet, gefolgt von weiteren originellen Charakterbildern und Arrangements, die später in Rameaus Opern auftauchten. Nun stand das Cembalo im Vordergrund, dessen rasante Dreiklangsbrechungen und Arpeggien von den Streichern und der Flöte galant umspielt wurden. Barockmusik in Vollendung bot das auf historischen Instrumenten musizierende Ensemble auch in der ersten Suite e-moll (1736) aus den „Pariser Quartetten“ von Telemann: in der orchestralen Prelude, der feierlichen Air, der sprudelnden Replique und den wogenden Menuetten. Ins pastorale Idyll entführte Ite Sonder auf der Piccolo-Flöte. Zu den Neuentdeckungen gehörte die Sonata I h-moll (1738) des heute fast vergessenen, in Paris jedoch hochgeschätzten Geigenvirtuosen Jean-Joseph Cassanea de Mondonville (1711-72), bei der Katrin Ebert im Duett mit dem Tastenvirtuosen Diez Eichler zu Höchstform auflief. Keinerlei technische Höchstschwierigkeiten konnten den begeistert beklatschten Spielrausch der hochbegabten Violinistin aufhalten, die auch mit fast Unspielbarem noch raffiniert jonglierte. Die Zugabe, eine Telemann-Chaconne von 1736 aus den „Pariser Quartetten“ setzte ein letztes Glanzlicht.“ (Reinhold Gries, Offenbach Post 5.11.2005)

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„Le goût étranger spielen nicht nur für Gärtner.
Was heutigen Natur-Aposteln Wollsocken und Birkenstocks, das waren den Adligen des 18. Jahrhunderts Schlapphut und Cape. Mit Begeisterung frönte man am französischen Hof der „Schäferromantik“ und amüsierte sich zu den Klängen der Champêtre-Musik. Diez Eichler weiß auch um den Einfluss der Volksmusik auf die Kompositionen der Barock-Zeit. Der Cembalist führte jetzt im Frankfurter Goethe-Museum sachkundig durch ein Konzert, das einen weiten Bogen schlug von den im Gartenhof mit Musette (dem französischen Dudelsack) und Drehleier gespielten Tänzen bis zum ausgefeilten Quartett mit Traversflöte, Barockvioline, Viola da Gamba und Basso Continuo, das stilecht im Seekatz-Saal erklang. Nicht nur den Dudelsack, auch seinen Namen hat sich das Frankfurter Barock-Ensemble aus Frankreich geliehen. Le goût étranger (der fremde Geschmack) wurde dort im 18. Jahrhundert zum Stilbegriff, meinte vor allem den Einfluss Italiens, aber auch den „teutschen“ Stil der Nachbarn jenseits des Rheins: Telemann, Biber und Schütz. Deren Musik nun gewiss nicht nach Schäferromantik klingt, aber dafür glänzt durch Ideenreichtum und formale Strenge, Qualitäten, die auch die französischen Kollegen beeindruckten. Louis-Gabriel Guillemain etwa, dessen Sonate en Quatuor sich orientierte an Telemanns Quartettmusik.

Altväterliches, Höfisches
Wie schlüssig und einfallsreich Telemann in seinen späten Jahren komponierte, das zeigte ein furioses Allegro aus einem von seinen Pariser Quartetten. Mit virtuos gespieltem Basso continuo erklang Altväterliches von Karl Friedrich Abel, Höfisch-Verspieltes von Claude-Bénigne Balbastre, erklangen aber auch hochvirtuose Sonaten von Pietro Antonio Locatelli und Jean-Joseph Cassanea de Mondonville. Mit Verve und musikantischem Spielgefühl interpretierte Katrin Ebert die Sonate de Mondonvilles, warm und elegant klingt die Traversflöte von Ite Sonder in der Komposition Locatellis. Das harmonische Gerüst für Flöte und Geige lieferten der dunkle, sonore Ton von Roswitha Bruggaiers Gambe und Diez Eichlers quirlige Finger auf dem Ruckers-Cembalo. Weit offen standen die Türen im Gartensaal des Goethe-Museums, ließen den Sommerwind herein, aber leider auch die Unrast der Stadt.“
(Frankfurter Rundschau, 18.7.2005)

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„Kammermusik vom Feinsten verspricht die neue Konzert reihe „Vielsaitig“ im Renaissancesaal des Friedrichbades. Das Barockensemble „Le Goût Étranger“ eröffnete die Reihe mit barocker Kammermusik unter dem Motto „Les Nations“. Es sollte ein Versuch sein, musikalisch zu demonstrieren, welchen Einfluß beispielsweise die „Pariser Quartette“ Georg Philipp Telemanns auf die Werke seiner Zeitgenossen in Frankreich, die mehr das höfisch Tänzerische pflegten und auf die Werke der italienischen Komponisten, die sich mehr dem gesanglichen Stil widmeten, gehabt haben könnte. Zum Auftakt erklang wegweisend für das Abendprogramm das vierte der „Pariser Quartette“ h-moll. Das Publikum erlebte einen reizvollen Dialog zwischen Flöte und Violine oder Viola, virtuos und ausdrucksstark dargeboten, was besonders bei dem Satz „Triste“ deutlich wurde in einem gemeinsamen Wehklagen und Schluchzen. Diez Eichler moderierte das Programm und ließ die Zuhörer teilhaben auf der Suche nach dem vermischten barocken Stil. Die Sonata terza e-moll von Michel Blavet für Traversflöte und B.c. war keine Tanz-Suite mehr, sondern zwei schnelle Sonatensätze schlossen ein getragenes Largo poco andante ein. Blavets Komposition brachte den betörend warmen Klang der Traversflöte, von Ite Sonder mit vollem runden Ton zum B.c. gespielt, sehr schön zur Geltung. Der erste Teil des Konzertes klang aus mit der Sonata XIIa aus „Dissertazioni sopra l'opera quinta del Corelli“, einer Bearbeitung von Corellis „La Follia“ op.5 für Violine und B.c. von Francesco Maria Veracini. Die Variationen um das bekannte schlichte Corelli-Thema ist von großer Lebendigkeit, kraftvoller Aussage und Erfindungsreichtum. Katrin Ebert konnte ihr virtuoses Spielvermögen voll ausmusizieren und sich auf die sehr gut mitziehenden Partner (B.c., Violoncello und Cembalo) verlassen. Ein italienisches Zwischenspiel gab das Ensemble mit der Sonata D-Dur für Traversflöte, Violine und B.c., bei dem die Traversflöte besonders ein hinreißendes Cantabile über den anderen Instrumenten zauberte. Antoine Forqueray war ein berühmter Gambenspieler seiner Zeit. Hätte nicht sein Sohn, ebenfalls ein Gambenspieler, einige Werke seines Vaters aufgeschrieben, wäre der Nachwelt nichts erhalten geblieben, erläuterte Diez Eichler. Die Franzosen liebten zudem in jener Zeit besonders die tiefen Töne der Viola da gamba, weshalb man ihr eine siebente Saite zufügte. Mit „La Laborde“ für Viola da gamba und B.c. von Forqueray hatte Roswitha Bruggaier Gelegenheit, ihre brillante Virtuosität auf dem historischen Streichinstrument zu demonstrieren, es wurde eine berauschende Sinfonie der tiefen Töne. Louis-Gabriel Guillemain spreche eine ähnliche musikalische Sprache wie Georg Philipp Telemann in seinen „Pariser Quartetten“ meinte Eichler, daher rundete das Ensemble sein Konzert mit der Sonate en Quatuor Nr.6 a-moll für Traversflöte, Violine, Viola da gamba und B.c. von Guillemain ab und bot dem Publikum noch einmal ein exaktes, harmonisches Zusammenmusizieren, wie ein Gespräch von vier lebhaften Stimmen. Als Zugabe erklang ein effektvoller Satz aus Telemanns „Pariser Quartetten“, erneut glänzte Diez Eichler am Cembalo als bravouröser,sicherer Fels im musikalischen Geschehen.“
(Badener Tagblatt 8.7.2003)

„[...] Musik, wie sie in dieser Qualität wohl selten zu hören ist. Stilsicher und mit beeindruckender Transparenz interpretierten das Vokalensemble Alta Musica unter Leitung von Edmund Brownless, das Consort Franckfort und das Ensemble Le Goût Étranger in der Heiliggeistkirche Werke jüdischer Komponisten und von jüdischen Melodien Inspiriertes aus Renaissance, Barock, Romantik und Moderne.“
(Frankfurter Rundschau Ju (Frankfurter Rundschau Juli 2003)

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„Guter fremder Geschmack - Konzert im Holzhausenschlößchen.
Johann Sebastian Bach konnte es nicht nur bei seinen eigenen Söhnen hören, sondern auch den Partituren anderer, ausländischer Komponisten entnehmen, daß mit ihm die Epoche des Generalbasses überlebt war. Schon zu Beginn seiner Leipziger Zeit, seit 1723, breitete sich neben dem Barockstil eine empfindsamere, abwechslungsfreudigere Musik aus, die unter anderem in den Bürgerhäusern von Paris gepflegt wurde und in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts ihre Blüte hatte. Dieser „goût étranger“, der seinerzeit zunächst als fremder Geschmack empfunden wurde, war Namensgeber für die Instrumentalgruppe mit Ite Sonder (Traversflöte), Katrin Ebert (Barockvioline), Roswitha Bruggaier (Viola da gamba und Barockvioloncello), Anja Enderle (Barockvioloncello) und Diez Eichler (Cembalo), die im Frankfurter Holzhausenschlößchen Werke überwiegend französischer Komponisten mit viel Gefühl und Gestaltungsfreude spielten. Das Konzert stellte Werke von Telemann, Mondonville, Boismortier und Corrette vor. Eichler, der das Programm mit informativen Kommentaren versah, demonstrierte den „goût étranger“ an der Chaconne F-Dur aus den „Pièces de Clavecin“ von Jacques Duphly mit technisch eindrucksvollem Spiel und vorbildlichem, im Tempo der beiden Hände variablem „jeu inégal“.“
(Frankfurter Allgemeine Zeitung 16.5.2002)

„Ein Muster Telemann'scher Stil-Melange.
Ensemble „Le Goût Étranger“ führte in Urphar durch musikalischen Blumengarten.
Zu einem tiefsinnigen, aber doch nicht gedankenüberladenen musikalischen Spaziergang lockte am Sonntagabend das Ensemble „Le Goût Étranger“ in die Urpharer Jakobskirche. In einen barocken „Hortus Musicus“, einen Blumengarten der Musik, führte das Frankfurter Ensemble und zeigte dabei vor allem eines: Gleichmaß, barocke Sinnenhaftigkeit, pralle Symbolkraft machte diese Epoche aus - ließ aber gleichzeitig die verschiedensten musikalischen Blumen nebeneinander existieren. Ohne allerdings, daß diese nicht in einen Wettstreit um die schönsten, reinsten, strahlkräftigsten Blüten getreten wären: Natürlich behaupteten die französischen Komponisten ihren Platz an der Sonne ebenso wie die damit konkurrierenden italienischen. Und daß der direkte musikalische Gartennachbar offenbar einen „goût étranger“, einen „fremdartigen Geschmack“ habe, war im 17. und 18. Jahrhundert genauso geringschätzig gemeint, wie es sich heute immer noch anhört. Schön, daß in einem europäischen Musik-Wettstreit um den „wahren Geschmack“ der deutsche Beitrag einmal der eigenen „geopolitischen Lage“ völlig gerecht wurde. Als Weltkind in der Mitten schlug man sich nicht ostentativ auf eine der beiden Seiten - sondern griff vermittelnd ein in den barockmusikalischen Rosenkrieg. Georg Philipp Telemann etwa führte in seiner „Sonate g-Moll für Violine, Viola da gamba und Basso Continuo“ einfach beide Pole zusammen und bezog daraus die musiktheoretische und -praktische Spannung seiner Sonate: Satzart italienisch, Besetzung französisch, Komponist deutsch. Vom „vermischten“, vom „deutschen Geschmack“ ging darob in Europa die Kunde - und das war kein Schimpfwort der Verwässerung. Das Ensemble „Le Goût Étranger“ ließ dies am Sonntag in der wunderschönen Jakobskirche noch einmal sinnlich spürbar werden. Etwa bei Telemanns erwähnter „Sonate g-Moll“, vor allem aber später bei dessen „Quartett Nr.3, G-Dur, für Traversflöte, Viola da gamba und Basso Continuo“. Hier gab das Ensemble geradezu ein musikalisches Muster der Telemann'schen Melange aus französischem und italienischem Nationalstil. Ein barocker Rundgang im konzertierenden Dialog der Soloinstrumente - der in stilistischer Hinsicht sicherlich eher italienischer Provenienz ist - aber eben auch in der harmonisierenden Gesamtschau der Satzfolgen bewies „Le Goût Étranger“ hier, wie sehr das Ensemble in der Lage ist, das Ineins der Nationalstile musikalisch und musiktheoretisch nachzuvollziehen. Daß sie auch die abrupten Gefälle des dritten Quartetts, die witzigen Valeurs, die bunten Blumen dieses Telemann'schen Barockgartens zu zeigen, zu beschreiben wußten, machte gerade dieses Stück zum barocken Rundgang. Wobei das Ensemble schon bei Händels „Sonate h-moll“ zu Beginn seine Ausdruckskraft und Modulationsfähigkeit unter Beweis gestellt hatte: Schon im Kopfsatz mit den vom Basso continuo einfühlsam abgestimmten Achtelbewegungen, später auch in den schwierigen homophonen Passagen des dritten Satzes und insgesamt im ausgewogenen Wettstreit der Oberstimmen wurde Händels virtuose Triosonate gerade auf ihre kantablen Themen sehr schön abgehört. Die „Sonata 2, G-Dur, für Traversflöte und Basso continuo“ [sic! Wohl ein Druckfehler: es handelt sich eigentlich um die Suite Nr. 3 in C-Dur für Cembalo solo] des zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Bach-Vorbildes Johann Adam Reinckens und die „Sonata 2, G-Dur, für Traversflöte und Basso continuo“ des praktizierenden Musikkritikers Johann Mattheson rundete das Programm würdig ab. Von Mattheson [sic! Eigentlich von Reincken] stammt im Übrigen auch das titelgebende Wort vom „Hortus Musicus“. Wahrlich ein Garten, der für viele Blumen Platz hat.“
(Olaf Przybilla)

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„Begeistert applaudierte das Publikum dem Barockensemble „Le Goût Étranger“ (Frankfurt) in der Werkstatt der Firma Otto Heuss - Orgelteile. Das Konzert bildete den gelungenen Auftakt zu der Reihe „Cultur im Contor“, die vom Förderkreis der Licher Musikschule verantstaltet wird, und für die heimische Firmen Sonntagmorgens ihre Werkstätten öffnen. Neben dem ungewohnten, jedoch äußerst interessanten Ambiente (um 12 Uhr gab es eine kurze Unterbrechung, weil die Pausenglocke wie jeden Tag zur „Mahlzeit“ rief), beeindruckte beim Auftaktkonzert vor allem die besondere „Nähe“ zu den Musikern. In Lich stellten die drei sympathischen Musiker  verspielt-verträumte, aber auch fremdartig anmutende Stücke von Joseph Bodin de Boismortier, Marin Marais, Michel Corrette, Nicolas Chèdeville und Louis de Caix d'Hérvelois vor. Der Parole „Zurück zur Natur“ von Jean-Jacques Rousseau folgend, stand die Sehnsucht nach dem einfachen ländlichen Leben damals beim Adel hoch im Kurs und fand in der auf einfachen, bäuerlichen Instrumenten gespielten „Schäfermusik“ ihren musikalischen Ausdruck. Freilich erfuhren die Instrumente wie Drehleier (Vielle) oder Dudelsack (Musette) durch Umbauten noch einige Verfeinerungen, die von Diez Eichler anschaulich erläutert wurden, ehe das Ensemble das Publikum zu einer traumhaften Reise in die Zeit des Barock entführte.“
(Licher Wochenblatt 5.10.2000)


„Barocke Schäfermusik durchzog Werkstatthalle.
„Le Goût Étranger“ gastierte bei Licher Firma Heuss.
 „Das war wundervoll!“ - „Ein schöner Vormittag!“ - Solche begeisterten Stimmen konnte man gestern nach dem Konzert des Frankfurter Barockensembles Le Goût Étranger (Der fremde Geschmack) in der Werkstatt der Licher Firma Otto Heuss - Orgelteile aufschnappen. Das gelungene Auftaktkonzert in der Reihe „Cultur im Contor“ stimmte die Initiatoren zuversichtlich: Ein Konzert in der Umgebung einer Werkstatt hat eben doch eine besondere Note, und so fanden sich - trotz begonnener Herbstferien - erfreulich viele Zuhörer ein. Und die bekamen mit französischer Schäfermusik etwas geboten, was nicht alle Tage zu hören ist. [...]
Mit Engagement und Feingefühl nahmen die sympathischen Musiker ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise in die französische Barockzeit, wobei die Nähe zum Publikum von besonderer Intensität war.“
(Gießener Anzeiger 2.10.2000)

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„Einen erhabenen und stärkenden Gegenpol zum Trubel des Altstadt-Kulturfestes schuf am Sonntag abend Le Goût Étranger in der Nikolaikirche mit Musik vergangener Zeiten. Mit Sonaten von Couperin, Marais, Kühnel, Bach, Telemann und Fischer hatten sie ein festliches Barockprogramm zusammengestellt.“
(Waldeckische Landeszeitung 6.7.1999)

„Präzises Zusammenspiel.
Der Verein „Les Beaux Arts“ lud zu einem Konzert mit dem Ensemble „Le Goût Étranger“ in die Deutsche Bibliothek.
„Le Goût Étranger“, das ist zum einen der „ausländische Geschmack“ - und dem trägt das so benannte Barockensemble aus mancher Perspektive Rechnung: Französischer, italienischer, deutscher und englischer Nationalstil erklangen beim Konzert in der Deutschen Bibliothek. Es ist aber auch der „sonderbare“ Geschmack,- und der bezieht sich bei den Musikern auf ihre außergewöhnliche Besetzung, bei diesem Konzert mit gleich drei Gamben. [...] Veranstaltet wurde der Abend von der Fördergesellschaft „Les Beaux Arts“: der Verein hat sich der Idee des Salons verschrieben, und so gab es denn auch nach dem Konzert im Festsaal der Deutschen Bibliothek Gelegenheit, sich untereinander und mit den Musikern über das Gehörte auszutauschen.“
(Frankfurter Rundschau 25.3.1999)
 
  „Im Schloß Musik aus dem barocken Paris.
„Zwischen Schäfermusik und Hofetikette“ hieß das Programm der VHS-Reihe „Podium junger Künstler“ auf Schloß Friedrichstein. Das Frankfurter Ensemble „Le Goût Étranger“ spielte Musik aus dem barocken Paris, für die der prächtige Barocksaal des Altwildunger Schlosses einen passenden Rahmen bot. Mit einem typisch höfischen Werk „La Pucelle“, einer Sonate in e-moll von François Couperin, stellten sich die Ensemble-Mitglieder den Zuhörern vor. Die vier Instrumentalisten boten ein sensibles und transparent ausbalanciertes Zusammenspiel, das die Zuhörer bewunderten und genossen. So auch in den Werken des französischen Viola da gamba-Virtuosen Marin Marais. Da ließ das Ensemble in „La Sonnerie du Ste Geneviève du Mont a Paris“ die Kirchenglocken läuten, tönen und klingen. Die Musiker demonstrierten hochkarätige Interpretationskultur und musikalische Präzision. Die Bekanntschaft mit selten zu hörenden Werken machte einen großen teil des Reizes dieses Schloßkonzerts aus, hinzu kam das technisch hervorragende Spiel und rundum gelungene gemeinsame wunderschöne Tonsprache der Instrumente. Nach der Pause war ein gelungenes „Barock-Schmankerl“ zu hören, ein „Schäferstündchen“ mit Musik der Landsleute und Bauern. Vier Sätze aus „Amusement Champetre“ von Nicolas Chèdeville erklangen auf der Vielle - einer barocken Drehleiter [sic!] - und der Musette, einem höfisch-barocken Dudelsack. Nach einer kurzen Erklärung dieser alten Instrumente erlebten die Zuhörer Musik, die - wenn auch exotisch für unsere Ohren - einen besonderen Reiz ausstrahlte, musikalisch barocken Charme. Zum Abschluß des gelungenen Barockkonzerts spielte das Ensemble „Le Goût Étranger“ ein Werk des deutschen Komponisten Georg Philipp Telemann, das 1738 in Paris entstanden ist. Vier Sätze aus dem berühmten „Pariser Quartett“ rundeten den guten Eindruck ab, den die Besucher von diesem rundum gelungenen Konzert mit nach Hause nahmen und für das sie die Musiker mit langem, begeisterten Beifall belohnten.“
(Waldeckische Landeszeitung 5.3.1999)

Endlilie